citations

 

"Ich bin doch dein Freund und gehe auf dich und alles weitere ein. Ich lasse dich doch da nicht in der Luft hängen."

 

Sorry, Vergangenheit und Gegenwart vermischt. Manchmal nicht ganz so einfach.

2.12.13 19:55, kommentieren

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dancing on the borderline


Wie hätte ich dir sagen sollen, was heute Nacht und heute morgen los war? Ich konnte es nicht. Ich kann es nicht. Was vermutlich daran liegt, dass ich es ganz einfach nicht will.

Weil ich es nicht wahrhaben will, dass sich meine Psyche, mein Unterbewusstsein, mein Hirn - was auch immer - noch immer umsortieren muss. Und manchmal nachts die Plätze zweier Personen vertauscht.

Bei aller Liebe... Es ist so gottverdammt schrecklich.

Besorgt hast du geschaut, zweimal nachgefragt. Ich bin hin und her gerissen, ob es besser oder schlechter wäre, wenn ich dir im Detail erzählen würde, was manchmal nachts abgeht - wenn ich von den Träumen, den wirklich schlimmen, im Detail erzähle.

Du wärst besorgt und traurig und... du kannst kaum etwas dagegen tun. Deshalb sage ich sehr selten etwas... Konkretes. Weil ich dich schützen will damit. Weil das scheiß verdammte Liebe ist, die ich für dich empfinde.

Und ich letztlich, Team hin oder her, am Ende immer allein damit fertig werden muss. Ich bin diejenige, die verschwitzt unter einer halbfeuchten Decke aufschreckt. Die sich aufsetzen muss, weil sie sonst verrückt wird wegen dem Gefühl, als säße jemand auf ihr. Und ich bin diejenige, die sich jeden Tag sagen muss, dass heute heute ist und nicht damals, und dass sie heute andere Fähigkeiten hat, und dass alles Vergangenheit ist und nicht Gegenwart auch wenn es sich fast jeden Tag, manchmal mehrfach, einfach danach ANFÜHLT. Ich bin auch diejenige, die wach wird und dabei jault - und du derjenige, der aufpasst wie ein Schießhund und in den meisten Fällen einfach direkt da und auf Draht ist. Und dann... wenn mein Kopf manchmal nachts die Positionen vertauscht... werde ich wach und habe Angst. Ich bin äußerlich ruhig und bewege mich kaum, vielleicht sitze ich währenddessen, aber innerlich tobt ein schier alles verschlingendes Feuer. Es tut mir so weh, dass ich ständig an dir üben muss: Dass ich mir ständig auch mit dir, bei dir, wenn ich mit dir zusammen bin, sagen muss, dass du du bist und niemand sonst. Heute morgen zerriss es mir fast die Brust, so schlimm hat es sich angefühlt dich schlafend zu sehen, halb auf der Seite, die Arme verschränkt, sodass du unglaublich stark ausgesehen hast, weil das deine Muskulatur so krass hat herausstechen lassen... Und ich, ich muss daran denken, wie du vor kurzem noch derjenige warst, der mir in meinem Kopf Dinge angetan hat, die ich nicht einmal für mich aufschreiben will.

Vielleicht liegt das daran, dass die Dinge irgendwie realer werden, sobald man sie laut ausspricht. Sobald sie Gegenstand eines Gesprächs sind, existieren sie auch in der... sagen wir "äußeren Realität". Sie sind präsenter.

Ich weiß nicht. Vielleicht vergifte ich mich aber auch schleichend selbst damit, dass ich das alles so für mich behalten. Vielleicht sollte ich es sagen. Vielleicht hat das auch etwas mit Liebe zu tun? Ich ziehe mich ja zurück von dir, wenn ich das so weiter handhabe... . Vielleicht muss man aber auch nie alles sagen. Ich weiß es nicht. Am Freitag nach dem Training auf der Couch, da... Da ging es mir auch einfach nicht gut wegen der Position, also bin ich zweimal hoch bis ich merkte, dass es nicht mehr ging und das alles nicht gut für mich war so sehr ich es auch wollte... . Wir haben nicht darüber gesprochen, aber dein irritierter und besorgter Blick sagte mir alles. Vielleicht hast du gespürt, dass es in diesem Moment besser gewesen ist zu schweigen, anstatt zu reden.

Nur wann ist reden besser? Wann schweigen? Und kann man das überhaupt pauschal sagen? Vermutlich nicht. Aber alles was ich will, ist dich nicht irritiert, traurig, verletzt und bestürzt zu sehen, nur weil ich... weil ich immer noch manchmal so bin. Und vielleicht werde ich das noch monatelang sein. Ich will uns damit keine Probleme machen, wo wir es doch immer so so schön miteinander haben. Im Moment fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass das alles wohl noch seine Dauer haben wird... .

Ich wollte, ich hätte das nicht, ich wollte, ich könnte einfach "gesund" sein. Ich wollte, ich würde nicht wach werden und meinen Freund ansehen, der so ein wunderbarer Mensch ist und mich so gut behandelt, und im ersten Moment nur denken "Oh ja, diese Arme, wie er da liegt. Wenn er mal wütend ist... " und die Bilder aus dem Traum nicht verdrängen können. Mir fällt nicht zuerst ein, wie süß er da liegt und schläft, mir fällt nicht zuerst ein, wie wahnsinnig attraktiv er in der Position aussieht, ich spüre auch nicht zuerst die Wärme, die ich für ihm empfinde. Nein, ich sehe ihn nur da liegen als jemand, der mir immer haushoch überlegen wäre, der mich zusammen schlagen könnte, wenn er es wollte: mich festhalten, treten, schubsen, schlagen - würgen. Als jemand, der mich im Zweifel ganz einfach ganz schnell umbringen könnte.

Und dann kommst du, verschlafen, reibst an deinen Augen und schaust nach mir. Und ich liebe dich so sehr in diesen Momenten. Und schäme mich für das, was ich Sekunden vorher noch dachte und fühlte. Auch wenn ich weiß, dass das alles auf gewisse Art und Weise völlig "normale" Folgeerscheinungen, sprich Folgeschäden sind. Und wenn du kommst und mich berührst und fragst, dann will ich alles aus mir heraus lassen, dir alles sagen, das alles bennen. Dann will ich das nicht mehr in mir behalten und es mit mir allein ausmachen. Dann würde ich vielleicht nicht jetzt mit meinem Mac in meinem Bett liegen und das alles aufschreiben und immer mehr merken, wieviel Leid in mir drin ist. Dann würde ich nicht weinen, so wie jetzt.

Vielleicht würde ich mich dann nicht so gottverdammt allein fühlen, wenn ich es doch eigentlich gar nicht sein muss.

1.12.13 23:23, kommentieren

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Momentaufnahmen

 

Auch Fische küssen sich

 

Auf halbem Weg sind wir gestrandet,

reichen uns die Hände, deren vibrieren uns

zugleich frieren und brennen lässt.

 

Im Tal einer Welt, deren Pole schmelzen,

steht uns das Wasser bis zum Hals.

Wir holen tief Luft, denn es wird dauern,

 

bis uns Kiemen wachsen.

 

- Dezember 2013

1.12.13 20:46, kommentieren

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citations

 

"Also eines vorweg:

ALLES ARSCHLÖCHER!

Nein, du bist nicht zu jung oder zu unerfahren, sondern die haben Scheiße im Hirn."

 

Wegen sowas liebt man seine beste Freundin.

29.11.13 20:32, kommentieren

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citations

 

"Ich hör gerade disyneysongs. Ich will dich grad so unglaublich gerne in meinen armen halten und dich glücklich sehn :{ ich liebe dich :-* gute nacht meine traumfrau"

 

Vor Wochen noch hätte ich... Ja, was hätte ich? Ich wäre weggelaufen. Zehn Meter zurück um wieder zwei nach vorne zu kommen. Heute laufe ich nicht mehr weg. Aber ich erschrecke immer noch. Sagen wir, ich erschrecke mich sozusagen zwei Meter zurück. Besser als zehn. Immerhin.

Es fällt mir nach wie vor schwer zu begreifen und zu glauben, dass das jemand ernst meinen könnte, wenn er es auf mich bezieht. Ich habe Angst, dass das nur so daher gesagt sein könnte. Nicht unbedingt, um mir etwas vorzugaukeln, denn das ist in diesem Fall sehr unwahrscheinlich, sondern aus einer Laune heraus. Aus einer Situation heraus, einem Moment heraus ohne dabei in Betracht zu ziehen, welche Tiefe solche Worte haben - und letztlich welche Endgültigkeit dahinter steht. Damit spreche ich demjenigen nicht die Gefühle ab, stelle nicht in Frage, ob sie echt sind oder nicht - denn in dem Moment waren sie vermutlich schon irgendwie "wahr". Aber sind sie beständig? Sind sie dauerhaft? Vom Inhalt her müssten sie es sein. Ob er sich dessen bewusst ist?

Mir bleibt zu hoffen, dass das alles keine Sternschnuppe ist, die wunderschön heraufzieht und leuchtet um anschließend wieder zu verblassen... .

28.11.13 23:10, kommentieren

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Momentaufnahmen

 

Du. Auf der Deutschen Meisterschaft - verschwitzt und glücklich, heftig atmend. Und auch verschwitzt, heftig atmend, aber unglücklich. Wie du schelmisch zu mir sagst, an was für Dinge du gerade jetzt denkst, da es dir nicht so gut geht.

Wir in den Umkleiden, um uns aufzuwärmern. Diese nicht mal fünf Minuten hatten mich nicht nur körperlich wieder etwas aufgewärmt. Es war so ein schönes Bild von außen betrachtet, wir zwei auf der abgenutzten Holzbank vor der schäbigen Kulisse.

*****

Du erzählst davon, wie du mit Freunden vor irgendeiner multifunktionellen Waage standest (ich weiß nicht mehr den Zusammenhang und wann das gewesen sein soll). Dass diese rot "Fett! Fett!" geblinkt hat, als sich eine Bekannte drauf gestellt hat. Ich, etwas irritiert, sagte, dass ich mich nicht einmal mit meinem Körper vor anderen da drauf gestellt hätte. Du auch nicht, erwiderst du. "Nun, auch wenn es bei mir garantiert nicht auf "Fett!" gegangen wäre, ist es doch... ." Ich hielt inne. "Ich mein, Dir gefällt das hier alles so gut an mir und... aber... es ist eigentlich ein bisschen wenig." "Ich weiß, dass du eigentlich untergewichtig bist." Du schaust mich an, verlegen und traurig. "Eigentlich müsstest Du so 55kg haben, dann wärst du im Normal- bzw Idealbereich."

Ich war daraufhin so konsterniert, dass ich keinen Ton mehr raus gebracht habe.

Am Abend warst du derjenige, der mich dreimal darauf hingewiesen hat, dass wir noch etwas zu Abend essen müssen... .

*****

Im Halbschlaf im Flur, die Augen glasig auf den Boden gerichtet. Ein Anstupsen. Du wirst wieder "wach". Lächelst, gibst mir einen Kuss auf die Stirn.

25.11.13 23:32, kommentieren

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tourner la page

 

Letzten Donnerstag, am 21.11., hatte ich den wohl bisher größten persönlichen Erfolg der letzten Monate. Die Richterin beim Amtsgericht hat sofort einen Beschluss erlassen: Eine sofortige Einstweilige Anordnung. Gültig seit Montag dem 18.11. - das heißt, dass sie meinen Antrag vom Freitag zuvor direkt montags auf dem Tisch hatte und umgehend diesen Eilbeschluss in Auftrag gegeben hat.

Das kostet ihn 1500€. Mehr als die Geldstrafe, die er bei seiner Verurteilung auferlegt bekommen hat.

Wie auch immer: Vielleicht ist doch nicht alles an unserem deutschen Rechtssystem nur scheiße.

Morgen geht's zur Fachanwältin. Aktiv zu sein und die Erfahrung zu machen, dass ich etwas tun kann und das mir geholfen wird mit privater Unterstützung durch beispielsweise meinen Freund - aber auch, dass mir "von oben", von der Behördenseite sozusagen geholfen wird, ist ein unendlich gutes Gefühl. Etwas zu tun macht stark - geholfen zu bekommen, in welcher Art und Weise auch immer, macht noch stärker.

Und stärker als er war ich sowieso schon immer.

25.11.13 23:19, kommentieren

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dancing on the borderline

 

Von Freitag Abend... .

- "Ich glaub, ich muss ihm nochmal deutlich machen, dass ne Essstörung was ernstes ist. Und dass er dran denken sollte, dass ich mir ne Anämie, Herzrhythmusstörungen und eine ausbleibende Blutung angehungert hatte/habe. Es geht nicht morgens so'n halbes Stückchen und mittags drei Esslöffel Kartoffel-Hackfleischdingsbums mit so ner Soße. Ich meinte eben noch so jo, du kannst ja diäten oder abends nichts essen, aber ich "DARF" das nicht. Er hat so blöd geschaut... . Und ich hab heute mindestens dreimal immer wieder gesagt ja, aber dann und dann müssen wir runter, wir müssen auch noch was zu Abend essen.

Wir fahren morgen nach Düsseldorf auf die Deutsche Meisterschaft. Im Einradhockey (ja, das gibt es wirklich). Er und sein kleiner Bruder spielen, die Mutter kommt auch mit. Die haben sozusagen einen Fan-Bus gechartert. Jetzt wollte sich das Team um acht doch nochmal treffen, um irgendwas zu besprechen. Kein Problem, das wusste ich schon seit gestern Abend (seit ich bei ihm war), der Plan war meinen Roman auf seiner riesigen Couch fertig zu lesen, bis er wieder kommt. Alles easy. Jetzt bin ich eigentlich für die Zeit, wie lange die brauchen, nach Hause gefahren. Klar, für Clio und Coralie ist das auch gut, aber die hätten's auch bis Sonntag ohne mich gepackt. Klar, es ist auch praktisch, weil ich nochmal eben duschen kann, aber auch das wäre iwie gegangen. In erster Linie bin ich also nach Hause gefahren, um was zu essen. Und ärgere mich, dass ich nicht einfach "gehungert" habe.

Und vorhin stehe ich noch so in seinem kleinen Bad, oben ohne im Slip und dachte noch so bei mir: Man, Jasmin, Ansätze von Hüftknochen, jo, okay. Und jo okay, dass man vielleicht deinen ganzen Rippenbogen in der Hand hat, wenn du auf der Seite liegst (genau so wie den baren Hüftknochen) oder dich streckst. Aber die Rippen durchschimmern zu sehen, wenn du nur so dastehst... Das geht irgendwie zu weit.

Natürlich habe ich panische Angst zuzunehmen. Genauso hab ich aber auch Angst vor'm Abnehmen. Ist das nicht super gestört?

Und für ihn... Gibt es "keine" schönere Frau. Ich treffe optisch so derart seinen Nerv, er staunt eigentlich fast jedes mal immer noch (und das nicht unbedingt rosarot). Das ebenmäßige Gesicht, das Blond, die Haare sowieso und... der Körper. Er stuft das als sportlich ein (ordentlich Beine hab ich immer noch, aber sonst, hm). Und für ihn ist sein "fleischgewordener Traum" (nicht mein Zitat) eine 1,65m große Frau im "XS-Format mit XXL-Charakter" (auch nicht mein Zitat, das mochte ich aber). Wieso nur habe ich das dumpfe Gefühl, dass das noch immer so sein wird, selbst wenn ich 40kg wiegen würde... ."

- "Tja... manche Menschen sehen nicht... nicht so, nicht in "deren Welt"... da gibt es nichts "krankes" wenn dir nicht der Arm in Gips liegt... . Ich finde in diesem Bezug eure Beziehung "gefährlich" für dich. Essen ist die volle Kontrolle, dein "Master-Skill", die ultimative Macht über dich herrschen zu können... Ich kenne das... nur zu gut... ich hab erst verstanden, dass es ein Suizid auf Raten ist, nachdem ich mir einen epileptischen Anfall und ein akutes Herz-Kreislauf-Versagen zurecht kontrolliert hatte... .

Was ich damit sagen möchte: bitte pass auf dich auf, erst recht, wenn du weißt, dass es kein anderer tut, weil er es nicht sehen "kann". ich hab dich sehr lieb und du würdest so unglaublich fehlen... ."

 

25.11.13 23:12, kommentieren

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citations

 

"Ich finde es übrigens soooso großartig, dass er an dich glaubt.

Ich würde auch weinen, würde irgendjemand, besonders "mein Mann", das persönlich zu mir sagen... . (...)"

 

Ich find's auch so so großartig. Vor allem, weil es nicht nur so dahin gesagt war. Sondern echt ist.

20.11.13 22:51, kommentieren

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tourner la page

 

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt alle Folgen, die der Antrag auf das Kontakt- und Annäherungsverbot bzw die Einstweilige Verfügung nach sich ziehen. Für beispielsweise den Fall, dass der Richter auf die Idee von Variante drei kommt und einen Termin anberaumt, zu dem beide Parteien erscheinen sollen. Dann zahlt die Rechtsschutz unter anderem die Anwältin. Ebenfalls übernommen wird die Schmerzensgeldklage, die ich einreichen werde. Antrag ist Familienrecht, die Schmerzensgeldklage Zivilrecht. Über die HUK habe ich jetzt eine Anwältin in Mainz, die beides zusammen übernehmen kann. Termin am Dienstag.

Die Dinge nehmen Formen an. Jetzt wird mit harten Bandagen zurück gekämpft. Und immer daran denken, auch kleine Erfolge zu "feiern"... .

20.11.13 22:45, kommentieren

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Momentaufnahmen

 

Karneval und/oder Fasching, was auch immer der Unterschied sein mag: Vermutlich werde ich damit nie etwas anfangen können. Aber das ist ein Teil Deiner Welt, den ich akzeptiere und respektiere. Wenn ich Dich glücklich mache, indem ich teilhabe, macht mich das auch glücklich.

Wie Du mit dem Komitee auf der Bühne stehst und wegen irgendetwas geehrt wirst. Lachst und glücklich bist und durch den Saal versuchst meinen Blick aufzuschnappen.

*****

"Ganz ehrlich, Jasmin? Ich hatte gehofft, dass du... naja, bis morgen früh halt... ." Das macht mich jetzt noch glücklich.

*****

Halbdunkel, Bett, zwei Menschen unter einer dicken Daunendecke. Fast nackt, eng aneinandergeschmiegt, umschlungen. Zoom. Mein Kopf unter dir, mein Gesicht an deiner Brust. Perspektivwechsel. Deine Lippen an meiner Stirn. Close Up. "Ich liebe Dich."

*****

Wie Du stehen geblieben bist. Mich angeschaut hast. Deine braunen Augen so groß, irgendwie traurig: "Wenn Du möchtest, kann ich auch auf der Couch schlafen." Das ist ein Bild, das mir definitiv bleibt. Nicht nur, weil es traurig war, sondern weil es so viel Tiefe zeigt.

18.11.13 20:47, kommentieren

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tourner la page

 

Natürlich ist es heute nicht mehr so präsent, wie noch am Freitag. Nur blieben mir da nicht mal fünf Minuten um es aufzuschreiben:

Der verdammte Antrag ist durch gegangen! Nun obliegt es dem Richter zu entscheiden, wie weiter verfahren wird. Ein Eilbeschluss von jetzt auf gleich in Form einer Einstweiligen Verfügung hielt man für unwahrscheinlich, da ich nicht "ernsthafter aktuter Gefahr" ausgesetzt war. Klar. Und als ich "ernsthafter akuter Gefahr" vor meinem Haus ausgesetzt war, gab es keine Zeugen. Und deshalb konnte es nicht mit aufgenommen werden. Nun gut. In Deutschland muss immer erst was krasses passieren, damit es "ernsthafte" Konsequenzen nach sich zieht. Wobei. Nicht mal dann.

Tut eigentlich auch gerade nichts zur Sache, denn: Egal ob Variante eins, zwei, oder drei - er ist sowieso scheiße dran deshalb. Und das genügt. Wie war das doch gleich? "Und dann schießen Sie ihm voll eins vor den Bug!"

Du wirst mich nicht mehr drangsalieren und terrorisieren. Von dir lasse ich mich nicht mehr quälen. Und dafür werde ich alles in meiner Macht stehende tun. Und wenn das einschließt, meinen lieben Freund und meinen Vater und dessen Kontakte spielen zu lassen... Die Gewalt ist mir dann auch egal.

18.11.13 20:36, kommentieren

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tourner la page

 

" (...) Und dann werden wir mal hübsch sehen, ob man ihn wegen den Tatbeständen anzeigen kann. Wird möglich sein. Und dann, ha, soll er doch vor seinen Zug springen!"

Was mich in dem Moment und auch im Nachhinein etwas erschreckt hat, ist die banale Tatsache, dass es meine Worte waren bzw sind - und ich diese zum Großteil auch wirklich nicht nur so meinte, sondern auch fühlte.

Es scheint, als bekäme ich endlich den nötigen Abstand, die nötige Klarheit - und die Wut. Vielleicht kommt sie. Noch fühle ich mich nicht wütend. In erster Linie fühle ich Ekel an diese Sache und natürlich Angst. Auch Scham, aber die bekomme ich ganz gut in den Griff.

Ich bin zum ersten mal diese ganzen verdammten Mails durch gegangen, für den Fall, dass man mich morgen auf dem Amtsgericht nach konkreten Inhalten fragt. Diese "Schriftstücke" spiegeln auch nur ein krankes Hirn wieder, wechselseitig wütend und verzweifelt, wechselseitig einsichtig und uneinsichtig, wechselseitig aufwertend und abwertend.

Wieviel Kraft und Willen es mich gekostet hat, nach diesem einschneidenden Erlebnis weiter zu machen. Wieviel Kraft und Willen es mich gekostet hat, nicht wieder ein Klinikbett zu beziehen. Auch wenn das, heute betrachtet, vielleicht damals angebracht gewesen wäre - dann hätte ich sehr wahrscheinlich jetzt nicht die Nachwirkungen in dem Ausmaß. Und dann, was für eine verdammte Kraft und was für einen verdammten Willen und was für eine verdammte Überwindung es mich gekostet hat, mich aus dieser Geschichte zu befreien.

Es gab Tage, da konnte ich sagen: "Ich würde hundertmal lieber zurück gehen, als etwas Neues anzufangen. Weil meine Angst so groß ist." Das war ein Zusammenspiel aus der Angst davor, was passieren wird, wenn ich mich endgültig frei strample (wie sich herausgestellt hat, war diese Angst berechtigt) und der Angst davor, mit jemand neuem, einem anderen Mann, einen Neuanfang zu wagen (wie sich herausgestellt hat, war diese Angst unberechtigt).

Ich bin traurig, wenn ich mir vergegenwärtige, dass das damals so war. Aber viel erleichterter, dass es heute anders ist: Und zwar genau andersherum. Ich habe zwar auch immer noch Ängste in meiner neuen Beziehung, aber diese dürften sich nebst kleineren Rückschlägen kontinuierlich bessern.

Am Tag der Verhandlung gegen Abend schrieb ich, dass wenn er mich nicht in Ruhe ließe, ich ihn fertig machen würde. Ich zitierte ihn, wie er vor längerer Zeit mal sagte: "Die ist so schlau, Sie müssen aufpassen. Die macht mich ganz schnell fertig". Danach schrieb ich: "Mit größtem Vergnügen."

Vergnügen ist das nicht, aber ich werde meinen Plan weiter verfolgen. Niemand macht mich klein. Niemand drangsaliert mich, terrorisiert mich. Niemand versetzt mich durch seine Handlungen so in Angst, dass ich mich fast nicht mehr auf die Straße traue, wenn es schon dunkel ist - obwohl mein Auto ca. drei Meter vom Eingangstor entfernt steht. Genau deshalb bin ich vorhin nochmal weggefahren. Weil der Gedanke raus zu gehen ein solch immenses Angstgefühl in mir ausgelöst hat, dass ich gegensätzlich handeln musste. Das mache ich nicht, weil mir das in der Therapie gesagt wird, sondern weil ich es muss. Ich will, dass es mir besser geht und dafür muss ich etwas tun. Wenn das bedeutet, dass ich mich meinen Ängsten stellen und aussetzen muss um sie auszuhalten und anschließend zu merken, dass gar nichts Schreckliches passiert ist, dann ist das eben so. Je länger ich das mache, je öfter ich das umsetze, umso eher besiege ich die Angst.

Seit der neuerlichen Mail von gestern bin ich wieder total überdreht, nervös und schreckhaft. Wenigstens bin ich heute nicht mehr getrieben und mit dem Gefühl, als würde gleich etwas Schlimmes passieren oder dass mir jemand etwas antut, durch die Wohnung gehuscht. Als ich jedoch anfing, die Papiere auf meinem Schreibtisch vor mir auszubreiten, um die Polizei anzurufen, war's fast schon wieder vorbei. Danach dann noch ein bisschen im Netz zu den Sachverhalten recherchieren.

Meine Nerven sind blank. Meine Hände zittern über den Tasten und ich verfehle regelmäßig einen Buchstaben. Aber ich habe es geschafft zu telefonieren und somit etwas in die Wege zu leiten. Morgen auf dem Amtsgericht werde ich meinen Antrag auf ein Kontakt- und Näherungsverbot bzw eine Einstwelige Verfügung erwirken. Falls das nicht funktionieren sollte, verliere ich gänzlich das Vertrauen in unseren Rechtsstaat. Irgendwas sagt mir, dass nicht mal das ihn aufhalten wird weiter zu machen. Aber dann habe ich wenigstens die Gewissheit, dass er sich erneut durch seine Handlungen strafrechtliche Konsequenzen auferlegt, die er ganz allein ausbaden muss. 10.000€ Bußgeld stehen auf einen Verstoß. Laut dem Polizisten am Telefon. Irgendwie glaube ich das nicht. Doch falls das wirklich stimmen sollte: Umso besser!

Ich werde mich nicht an deinen Schwierigkeiten laben und ich empfinde auch in dem Sinne keine Rache. Aber je mehr du leidest, umso besser! Alles, was dazu führen kann, dass du wegen dem, was du mir angetan hast, nochmal so richtig ordentlich auf die Fresse fällst, ist gut. Denn vielleicht habe ich so irgendwann meine - verdiente - Ruhe.

Und kann in Ruhe weiter an mir selbst basteln, an dem Trauma arbeiten, meine glückliche Beziehung glücklich weiterführen und meine berufliche Situation klären.

14.11.13 21:06, kommentieren

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citations

 

"Distanzieren Sie sich davon. Ziehen Sie sich diesen Schuh nicht an. Bleiben Sie bei sich. Grenzen Sie sich ordentlich ab. Nehmen Sie weit Abstand davon.

Und was ich Ihnen auch noch mit auf den Weg geben möchte: Entwertungen sagen nur etwas über den aus, der sie ausspricht - und nicht über die vermeintlich entwertete Person."

14.11.13 20:36, kommentieren

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dancing on the borderline

 

Okay. Zusammenfassung von gestern: Frau Alff kann sich diese zwischenmenschlich-persönlichen Eindrücke, die man von mir bekommen hat, vorstellen. Es kann durchaus so sein, dass ich so rüber komme. Es sei aber falsch mir mangelnde Authentizität vorzuwerfen, da ich nun mal so bin. Überhaupt war sie erst sehr irritiert und dann verärgert. Dann mitfühlend, validierend.

Man teilte mir also unter anderem mit, dass mein Gesicht kaum eine Regung zeige. Man könne ihm keine Gefühle entlocken. Alles bliebe in mir drin. Das nahm sie auf, sagte, dass das wirklich Tatsachen entspräche. Ich bat um ein Beispiel. Sie führte die Situation von damals vor, als ich ihr zum ersten mal von "der Nacht" erzählen musste. Bevor sie zu irgendeinem Satz kam, sprang ich ihr dazwischen, weil ich das alles nicht verstehen konnte, sagte: "Was? Aber Sie haben mich gesehen, wie ich wie auf Eierschalen gelaufen bin und offensichtlich Schmerzen hatte. Sie haben mir nicht mal Hallo gesagt, sondern direkt gefragt "ob er mir in den Rücken getreten hätte". Und ich fing direkt an zu weinen. Noch bevor wir überhaupt Ihr Büro erreichten." Dass das auch richtig sei. Dennoch zeigte mein Gesicht nicht das Bild, das meine Worte zeichneten, trotz dessen, dass ich weinte und meine Hände zitterten. Man habe es nicht gefühlt, was ich fühlte. Trotz allem war ich in meiner Erzählung sehr distanziert, habe berichtet, als würde ich von einem schlimmen Film erzählen, den ich am Wochenende gesehen habe. Dieses Gefühl hatte ich damals auch und kenne es noch heute. Sie versicherte mir, dass sie mir damals dennoch alles glaubte, weil sie mich kennt. Und außerdem sei das der typische Mechanismus nach so einem Erlebnis (heute sprechen wir von einer ausgewachsenen PTBS).

Ich verstehe das schon. Natürlich sind Menschen irritiert oder vielleicht auch ablehnend, wenn sie merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Und das tut man ja auch: Wenn einer einem etwas schreckliches erzählt und man den Schrecken nicht auf seinem Gesicht sieht, spürt man nicht, wie er sich fühlt.

Dennoch bin ich authentisch, wenn mein Gesicht nicht viel verrät. Sehr authentisch sogar. Weil, um es nochmal zu betonen, ich nun einmal so bin. Ich wäre nicht mehr authentisch, wenn ich heulen würde wie ein Schoßhund, schluchzen würde... einfach nur, wie verzweifelt ich bin. Ich wäre auch nicht mehr authentisch, wenn ich schreien würde wie sonstwas, rot angelaufen wäre vor Wut.

Natürlich war ich das alles schon. Natürlich habe ich schon bis zum bersten gelacht, geheult wie der besagte Schlosshund, war schon zum platzen wütend und habe auch schon rum geschrien. Natürlich bin ich so auch. Natürlich kann ich auch so. Aber das entspricht mir nicht grundlegend.

Ich würde es niemals wahllos zeigen, irgendwem, oder vielen Menschen. Es gibt wenige, die mich bisher so gesehen haben. Am ehesten Patrick in letzter Zeit. Eigentlich nur er. Und so entsetzt, wie er vor kuzem geschaut hat, will ich ihm das eigentlich nicht noch mal antun. Wo wir wieder bei "Friends and lovers lie endlessly..." wären.

Und hier ist der Unterschied: Ihm gegenüber wäre ich dann nicht mehr authentisch. Anderen gegenüber schon.

Aber ganz ehrlich. Ich finde das okay so. Ich finde es völlig in Ordnung so zu sein.

12.11.13 20:59, kommentieren

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Momentaufnahmen

 

Winzigkeiten, Details nur. Aber es sind genau diese Details, die am Ende alles ausmachen. Ein Blick aus Deinen Augen, eine Bewegung Deiner Hand, Dein Atmen, die Art und Weise, wie Du manchmal den Kopf schief legst, wenn Du aufmerksam zuhörst.

Deine Hand an meiner Wange, die andere auf meinem Haar. Dann dieser Blick aus Deinen Augen. Dein Körper an meinem, dicht an dicht, ohne einen Zentimeter Abstand. Dann Deine Worte mit denen Du mich direkt angesprochen hast.

Das nahm mir für einen Moment die Luft weg. Du hättest nicht mehr Details aneinanderreihen können.

*****

Durch Zufall fallen alte Unterlagen aus dem Ordner. Zwei Monolge, die ich damals für einige Vorsprechen genutzt hatte. Das Gefühl von Verlust war so stark, dass es jetzt noch da ist. Ich fragte mich, was ich eigentlich noch kann. Was ich eigentlich will. Was ich soll. Und da man mich versucht hat über die "Kunstszene" einzuordnen: Vielleicht kann ich wirklich nichts anderes. Oder anders: Vielleicht gehöre ich wirklich nirgendwo sonst hin.

12.11.13 01:40, kommentieren

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dancing on the borderline

 

Ich wollte, ich könnte einfach kündigen. Aber das kann ich nicht. Ich wollte, dass ihr mir kündigt. Kündigt mir endlich, sodass dieses elende Spiel aufhören kann. Ich möchte nicht mehr. Kein Mensch hält diesen Druck aus, diese Schikane, die Unterstellungen, die - man kann es wirklich so sagen - Beleidigungen. Ich sei eine Enttäuschung. Ich hätte etwas simuliert und vorgegeben zu sein, was ich nicht bin. Man hätte sich gewünscht, vorher zu wissen, dass man die Katze im Sack einstellt. Ich hätte bei dem Ergebnis ja wohl ganz offensichtlich höchstens zehn Minuten drauf verwendet. Entweder die Qualität Deiner Arbeit steigt drastisch, oder du bist draußen. Wir geben dir noch drei Wochen.

So ist das also. So ist das, wenn jemand einen subjektiven Eindruck von dir hat und du ihn irgendwann nicht mehr erfüllst oder widerlegst. Nun, dann war ich wohl doch nicht "so anders" als alle anderen Auszubildenden. Dann war ich wohl doch nicht "Dass Du definitiv sehr sehr intelligent bist, weißt du, oder?" Dann hätte man sich doch keine Sorgen machen müssen, ob man mir dort überhaupt genug bieten kann, ohne dass ich mich langweile bzw sodass ich überhaupt genug lerne.

Am Freitag und auch heute ist deutlich geworden, dass sie nie daran gedacht haben, dass auch ich den Spieß rum drehen kann. Vielleicht ist es ja auch am Ende so, dass ich diejenige bin, die gehen will und sie diejenigen, die mich doch behalten wollen. Aber der Zug ist abgefahren. Ob ich das hier schon abgeschrieben hätte wurde ich heute gefragt. Ich sagte deutlich: Nein. Aber ihr stellt mich mit dem Rücken zur Wand, ich habe keine andere Wahl als alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Und innerlich: Doch, habe ich. Bin ich es nicht gewohnt, ständig Plan B, C und D in der Hinterhand zu haben bzw eben diese Pläne zu erarbeiten? Nochmal wechseln oder neu anfangen ist schrecklich für mich. Aber ernsthaft, es gibt schlimmeres. Letztlich bleibt mir sowieso nichts anderes.

Es kostet unendliche Kraft, mir all das Gute vorzusagen, es wahrzunehmen und letztlich auch zu leben. Meine unglaublich positive Beziehung, die mich glücklich macht, dass es meinen Kaninchen gut geht, dass ich eine superschöne Wohnung habe und nicht wirklich Miete zahlen muss, dass ich im Ernstfall immer runter gehen kann um mir etwas zu leihen (banale Dinge, eine Packung Milch, zwei Eier, wasauchimmer), einen Freund, der zu mir hält und mich wohl wirklich liebt und mich unterstützt wo es nur geht und so gut er nur kann. Drei Freundinnen, auf die ich im Ernstfalll zählen kann, zum Beispiel zur Zeit. Neue Kontakte, die über die Beziehung hinzugekommen sind - und seien sie auch nur oberflächlich. Dass ich wirklich nicht auf den Kopf gefallen bin und mich im Zweifel gut verkaufen kann (wenn subjektiv ein falsche Eindruck entsteht, ist das nicht meine Schuld). Und dass ich immer noch mit fünf Fremdsprachenzertifikaten bzw Sprachdiploma vor den Nasen anderer herumwedeln kann.

12.11.13 01:27, kommentieren

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Momentaufnahmen

 

Es war dunkel, kalt und windig, um uns tobten die Fahrgeschäfte, Menschenmassen schoben sich im Schneckentempo voran, herumliegender Müll wehte vor sich hin.

Wir sitzen auf einer Bank, frierend, in meiner Hand eine Schale Pommes. Ich seufze. Sage: "Ach. Es könnte alles so schön sein." "Es ist alles so schön", erwiderst du und gibst mir einen Kuss an die Schläfe. "Wir schaffen das", führst du deinen Gedanken fort, "und zwar gemeinsam. So wie alles andere auch."

*****

Dein Blick war zielgerichtet, definitiv und verägert: "Egal wie, Jasmin, einen Fisch holt man nicht aus dem Fluss. Sonst stirbt er."

10.11.13 22:42, kommentieren

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tourner la page

 

Ich habe mich erinnert. Ich habe mich erinnert an eine Zeit, in der ich stark war, einen Willen hatte und kaputt gemacht habe, was mich kaputt gemacht hat.

Ich hatte ein Ziel vor Augen und ich habe es verfolgt. Manchmal zu hart und zu starr, habe mir oft weh getan dabei. Aber immer wenn ich so drauf war, habe ich alles erreicht, was ich wollte. Und mögen andere Menschen noch so anders darüber gedacht haben. So war ich viele Jahre. So war ich, bis ich sagen konnte: Ha! Ihr habt geglaubt, dass ich das nicht schaffe! Dass ich die Schmerzen nicht aushalte, mir die Disziplin fehlt, der Willen, die Härte und die Strenge. Und dann habt ihr alle blöd aus der Wäsche geschaut, als ich damals angenommen wurde. Als ich es geschafft hatte, später. Als ich für eine Cats-Produktion gearbeitet habe, dass ich irgendwann nicht nur noch Gruppe war, sondern Gruppe mit Solo. Und letztlich irgendwann: Solistin. An einem verdammten Staatstheater. Und dann habt ihr alle noch viel blöder geschaut, dass ich an insgesamt vier Musicalschulen hätte aufgenommen werden können. Dass mein Gesang und mein Schauspiel sogar ausgereicht hätten um auch das noch professionell ausbilden zu lassen.

Ich erinnere mich gerade auch daran, dass es irgendwo in meinem alten Blog eine Stelle gibt in der ich schrieb:

"Sag mir nicht, was ich nicht tun kann!"

So. Wenn mir jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt wird, drehe ich den Lauf um. Egal, ob ihr eigentlich am längeren Hebel sitzt. Mich macht nie wieder jemand zum Mäuschen, drängt mich in eine Ecke, stellt mir ein Ultimatum und droht mir. Und macht mich damit handlungsunfähig. Unsicher und ängstlich. Niemand.

Ihr werdet mir meinen Urlaub geben, damit ich mich informieren kann, suchen kann, telefonieren kann. Und zwar die fünf Tage, die mir noch zustehen. Und zwar sofort. Wenn ihr dadurch diese Woche eine doch nicht ganz so schlechte Arbeitskraft verliert: Euer Problem. Und wenn ihr Nein sagt, weiß ich endgültig was für Leute ihr seid und bin am Dienstag beim Arzt.

Falls ich keinen Ausweichbetrieb finde, finde ich ein Jahrespraktikum, um anschließend ins Studium zu gehen. Falls ich kein Jahrespraktikum finde, werde ich arbeiten gehen, und zwar Vollzeit, und dann eben als ungelernte Kraft. Das geht trotzdem. Vielleicht kommt auch die berufliche Integrationsmaßnahme in Mainz infrage, die ich damals auch eigentlich machen wollte. Und was dann kommt, werde ich sehen. Nur immer am Ball bleiben, ihn immer berühren... .

10.11.13 22:20, kommentieren

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divers

 

... Und doch bleibt unter'm Schnitt nur noch das Gefühl "falsch" zu sein. "Verkehrt". Rumgedreht. Unecht. "Du bist so irgendwie... ja, irgendwie wirkst du einfach nicht authentisch."

Nein, nein, sagte sie. Du bist nicht falsch oder verkehrt oder sonstwas.

Richtig. Die Faktenlage sieht auch so aus. Aber die emotionale Seite - und das ist leider immer die, die wesentlich mehr ausmacht - empfindet und sieht das so.

Zum Ende hin konnte ich immer wieder nur sagen: Ja, aber das geht nicht mehr hier. Nicht nach alledem. Immer wieder und wieder.

Im Wesentlichen ist das auch immer noch der vordergründige Gedanke in meinem Kopf.

8.11.13 14:37, kommentieren

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